AfD-Parteitag: Extremismus als Kern der AfD-DNA

Die jüngsten Entwicklungen innerhalb der AfD haben zur Bildung eines neuen Bundesvorstands geführt, der laut der Bundestagsabgeordneten Beatrix von Storch „unideologisch und pragmatisch“ ist und aus Mitgliedern besteht, die bereit sind, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Die entscheidende Frage bleibt jedoch, wie lange es der AfD gelingen wird, ihre Wähler zu halten, insbesondere im Hinblick auf das „bessere Deutschlandgefühl“, das spätestens im September auf die Probe gestellt werden wird. Hinter den Kulissen dürfte die AfD jedoch selbst ahnen: Ohne ihren Extremismus hat sie kaum eine Daseinsberechtigung.

Ein Blick zurück auf die Partei vor zehn Jahren lässt viele staunen. Wo einst aggressives Chaos herrschte, verläuft der Parteitag in Erfurt an diesem Wochenende weitgehend reibungslos und zielgerichtet wie ein präzise funktionierendes Uhrwerk. Die Parteiführung plant, ohne einen Eklat vor den Wahlen im September eine neue Führungsmannschaft zu präsentieren. Dabei gerät ein zentrales Thema, das der Partei nach 2016 zu ihrem kometenhaften Aufstieg verhalf – die Migration – zunehmend in den Hintergrund.

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